| MÜNSTER – „Normalerweise sind die Bräute ja ganz unkompliziert. Meistens haben ja die Mütter oder sogar Schwiegermütter das letzte Wort beim Anzug des Gatten“, so Melanie Lenfert vom Bekleidungshaus M+B. Sie kannte ja unser MZ-Traumpaar noch nicht ... |
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Die Mütter sind heute zwar nicht dabei. „Na, das fehlt noch“, sagt Oliver grinsend und zieht die Jacke aus. Schade nur, dass er nicht hören kann, was „Traumbraut“ Piroschka im Hintergrund sagt: „So, und heute entscheide ich!“ Ja, denkste. Denn Melanie Lenfert hat da schon mal was vorbereitet, ausgehend von Fotos und den ersten Eindrücken vom Vortreffen, bei dem sie Oliver bereits „taxierte“. Und diese Auswahl scheint ein solcher Volltreffer zu sein, dass eigentlich kein Raum mehr für Gegenstimmen bleibt. |
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Oliver in den Händen einer anderen Frau? Kein Problem – Braut Piroschka (r.) ließ Expertin Melanie Lenfert einfach mal machen. |
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Die Mütter sind heute zwar nicht dabei. „Na, das fehlt noch“, sagt Oliver grinsend und zieht die Jacke aus. Schade nur, dass er nicht hören kann, was „Traumbraut“ Piroschka im Hintergrund sagt: „So, und heute entscheide ich!“ Ja, denkste. Denn Melanie Lenfert hat da schon mal was vorbereitet, ausgehend von Fotos und den ersten Eindrücken vom Vortreffen, bei dem sie Oliver bereits „taxierte“. Und diese Auswahl scheint ein solcher Volltreffer zu sein, dass eigentlich kein Raum mehr für Gegenstimmen bleibt.
„Die ist ja schon toll“, sagt Oliver, als er geradewegs auf die ihm zugedachte Weste zusteuert. Die ist so gut wie gekauft. Dabei hat er sie noch nicht einmal angehabt. Doch selbst die Anprobe kann das Pärchen nicht von seiner Meinung abbringen. Frau Lenfert – Chapeau!
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Rostrot? |
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Es geht weiter zu den Anzügen. „So ein dunkles Rostrot wäre schön“, sagt Oliver und erntet einen etwas irritierten Blick. Ja, das meint er ernst. „Hm, also diese Farbe ist derzeit nicht so in“, versucht es die Beraterin ganz behutsam und kann gleich geschickt auf die etwas klassischeren Varianten ablenken. Schwarz sollte es ja schon sein, gerade zu dieser Weste. „Und was sind jetzt Nadelstreifen?“, fragt Oliver.
Zugegeben, soooo gut kennt er sich auf diesem modischen Gebiet nun nicht unbedingt aus. Lediglich einen Anzug hat er daheim, „der war nur für eine andere Hochzeit“, verrät Piroschka hinter vorgehaltener Hand. Sonst trägt er nämlich eher Cord oder „modischere“ Farben wie heute ein freches Oliv ...
Und letztlich sollte es ja auch zum Kleid seiner Braut passen. Da weiß er nur: weiß. Aber das genügt ja auch. Keine Frage, da macht sich der schwarze Anzug einfach besser als dieser Braunton, den er versuchsweise gerade trägt. „Nein, das nimmt Eleganz und macht sie auch älter.“ Und das muss ja nun wirklich nicht sein.
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Piraten-Hemd? |
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„Und so ein Piraten-Rüschenhemd fänd ich toll“, sagt Oliver dann, als es zu den Hemden geht. Doch auch hier wird er gleich eines Besseren belehrt. Also weiter. Die Krawatte ist an der Reihe. „Ich find es schon schöner, wenn man die Krawatte selber bindet. Das zeugt von Kultur. Aber ich kann das leider nicht...“ Macht nix, dieses Modell wird eh gesteckt und nicht gebunden. „Schrecklich, was man alles so wissen muss. Aber es ist schon toll hier. Ich hatte noch nie eine solche Beratung“, so Oliver und steckt sich seine Manschetten an. „Kann ich da was kaputt machen?“ Nein, kann er nicht.
Und diese Kombination sieht nicht nur richtig elegant und höchst attraktiv aus, es fühlt sich auch so an: „Das ist eine Verwandlung, aber man gewöhnt sich schnell dran.“ Nur nicht an den Kragen. Der sitzt nämlich ein wenig eng. Und etwas weiter wäre besser. Wenn die lieben Verwandten kommen und mein Hals anschwillen sollte...“, lacht er. Jetzt aber mal im Ernst: Der gewählte Anzug sitzt, wackelt, hat Luft – und sieht klasse aus. Meinen auch die beiden Jüngsten: „Papa, das passt besser!“.
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| Sitzt, wackelt, hat Luft: Oliver ist kritisch, wählt aber fix aus. |
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„Mach ich da was kaputt?“ – Oliver hat Manschetten ... |
Der Anzug, samt Schuhen, ist gefunden, und das nach nur eineinhalb Stunden - und lediglich einigen wenigen Schlucken Wasser.
„Soll ich die Gläser noch mit nach vorn nehmen?“, fragt Oliver höflich nach und greift zum Tablett. „Ich find´s fürchterlich, andere für mich arbeiten zu lassen.“ Naja, aber schön war´s ja irgendwie schon, oder? |
Text und Fotos: Marc Geschonke
>> Sehen Sie hier, was unsere Sponsoren auch noch für Piroschka und Oliver bereithalten...
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