Lila und weiß – oder doch lieber rosa? Piroschka und Oliver (r.) lassen sich gern im Hofgarten beraten. Denn es ist gar nicht so leicht, den passenden Blumenschmuck für die Hochzeit zu finden.


Blütentraum in Rosarot

Piroschka und Oliver wissen, was sie wollen – auch wenn sie es nicht verstehen

MÜNSTER – Im Blumengeschäft Hofgarten mischt sich der Duft unzähliger Pflanzen mit dem Geruch frisch gemahlenen Kaffees. Unser MZ-Traumpaar hat an einem dunklen, urigen Holztisch aus alten Eisenbahnschwellen Platz genommen.

„Just Married – Frisch Verheiratet“ lautet der Buchtitel, in dem Piroschka gemeinsam mit Oliver, dem Zukünftigen, gerade schmökert. Ganz so weit ist es für die beiden noch nicht, aber der Termin rückt näher. Zeit, sich um ein wichtiges Detail der Hochzeit zu kümmern: den Blumenschmuck. Elegant soll er werden, soviel weiß Piroschka. „Bloß keinen Kitsch.“ Das wichtigste kommt natürlich zuerst – der Brautstrauß. „Wie sieht denn das Kleid aus?“, möchte Floristin Birgit Müssig wissen. „Pssst“, entgegnet Piroschka, „das hat Oliver doch noch nicht gesehen.“

Passend zum Hautton

Müssig nimmt die Braut bei der Hand, um ungestört reden zu können. Piroschka will Lila. Dazu vielleicht weiße Rosen? Die Expertin ist skeptisch: „Zu ihrem Haut-Ton würde Rot sehr gut passen.“ Schnell sind sie sich einig. Ein warmes Rosa darf noch dazu. Kalt soll das Bouquet ja nicht wirken.

Dann erklärt Kundenberater Bernd Orthaus der Braut, dass sie den Strauß auch als Handtasche bekommen kann. Oliver und Piroschka schauen sich an, prusten gleichzeitig los. „Wenn ich die dann werfe, erschlage ich noch jemanden damit“, sagt Piroschka lachend. Nein, Katastrophen am Hochzeitstag wollen die beiden nicht. Dann doch lieber klassisch als Strauß.


In geselliger Runde wird über richtige Wahl des Brautstraußes beraten.

 
In einem Hochzeitsbuch wird nach Anregungen gesucht - und das scheint ganz schön amüsant zu sein.


Oliver versucht den Brautstrauß mit der Nase zusammenzustellen, schließlich muss dieser auch gut riechen.

Auch beim Autoschmuck bleiben sie sich treu. Stilvoll, nicht wuchtig lautet hier die Vorgabe. Bernd Orthaus zeichnet seine Ideen auf Papier. Oliver: „Ich hab' zwar nichts verstanden, aber das klingt gut – das machen wir so.“ Birgit Müssig, auch etwas ratlos, notiert: „Mercedes: Bernd weiß Bescheid“.

Text und Fotos: Henning Brinkmann


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