Riesige Auswahl, schwere Entscheidung: „Das ist trotzdem der Termin, auf den ich mich am meisten gefreut habe“, sagt Oliver.


Der schräge Otto lässt grüßen

Piroschka und Oliver bei LU-Manufaktur: Mattiert? Poliert? Rund? Eckig? Doppelt? Platin? Gelbgold? Hilfe!

MÜNSTER – „Kein Gold“, das weiß Piroschka ganz genau, als sie das Geschäft von Goldschmiedemeisterin Eva-Maria Maas betritt. Auch Oliver bevorzugt eher „etwas Helleres“. Eigentlich. Wie sehr man sich doch täuschen kann …

Im Hintergrund ploppt eine Prosecco-Flasche auf, als Eva-Maria Maas einen ganzen Schwung exclusiver Ringe heranträgt und vor dem MZ-Traumpaar ausbreitet. Die Findungsphase beginnt. Nach einigen Minuten äußert Piroschka erstmalig richtiges Interesse: „Den hier finde ich ja ganz schön“, sagt sie, und erntet dafür nur ein „Echt?“ Was das bedeutet, ist allen Beteiligten klar: „Oh, dann wohl nicht. Das kann heute dauern...“

 

Der erste Ring – und der einzige dazu: Da ist guter Rat teuer. Oliver hat sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht.

Ein ganzes Leben


Für Eva-Maria Maas nichts Ungewöhnliches. „Oft kommen Paare vor ihrer Entscheidung mehrmals wieder. Schließlich trägt man solch einen Ring ja auch sein ganzes Leben.“
Das sehen auch Piroschka und Oliver so. Also ist die Schmuckdesignerin gefordert. Sie erklärt den Gewinnern unserer Traumhochzeits- Aktion den Unterschied von Weißgold und Platin, führt sie in die Geheimnisse des „schrägen Otto“ (der heißt wirklich so) ein und begeistert sie mit dem Hinweis, dass sich ganze Gedichte, Fingerabdrücke oder sogar der Aasee auf die Ringe gravieren lassen könnten.
„Auf diesen Termin habe ich mich total gefreut“, sagt Oliver und lässt seiner Begeisterung freien Lauf. Ringe werden gestreichelt, anprobiert, geschwenkt, verglichen. Jeder Ring ein Einzelstück, versteht sich. „Wir können alle Merkmale miteinander kombinieren“, sagt Eva-Maria Maas. Soll heißen: Gelbgold, Rotgold, Weißgold, Roségold (letzteres wird in Anwesenheit von Männern übrigens „Schwedengold“ genannt) oder vielleicht auch Platin – eckig, rund, innen herzig, schräg, als Doppelring oder Hohlkehle, mit Steinchen oder ohne, zweifarbig, konkav, mattiert, poliert oder mit Kugellager? Die Möglichkeiten sind vielfältig. „Und das macht es noch schwerer“, sagt Piroschka.
Nach 75 Minuten hat sich Piroschka für den schrägen, roségoldenen „Otto“ in Eismatt entschieden. „Ich bin fertig“, sagt sie stolz und wirft sich in ihren Stuhl zurück. „Na, dann nehm ich den hier“, sagt Oliver und hält ein völlig anderes Modell hoch. Wie war das doch gleich? Es kann heute noch etwas dauern ...

Wasser und Seife


Für beide ist es der erste Ring ihres Lebens – und zugleich der einzige. Kein Wunder also, dass dieser dann auch einzigartig sein muss.
„Ein Ring, sie zu knechten...“, zitiert Oliver mit breitem Grinsen aus einem Film. Das gerade angesetzte Schmuckstück lässt sich nur schwer abstreifen: „Wie bekommt man Ringe denn am besten ab?“ – „Och, wir haben eine Säge da. Ansonsten geht es aber auch mit Wasser und Seife“, antwortet Eva- Maria Maas trocken. Ja, hier sind die beiden bestens aufgehoben.
Die junge Goldschmiedemeisterin bringt einen neuen Schwung Ringe heran. Und eine Flasche Prosecco. Und siehe da: so langsam kommen sich die Geschmäcker näher. Nach nicht einmal zwei Stunden ist die Entscheidung gefallen: der edle „schräge Otto“ hat es geschafft. Und das sogar in Gold! Bliebe noch die Gravur. – Oli und Piri wollen ihre Namen in der eigenen Schrift verewigen. Das heißt: Üben! Eva-Maria Maas legt den beiden Zettel vor. „Oh Gott, wenn man unsere Handschriften sieht...“ Alles kein Problem. Zumindest nicht für die Expertin. Sie hat die Ruhe weg und kann am Ende nur loben: „Sie haben sich supertolle Ringe ausgesucht, kein 08/15“. Zugegeben, ein bisschen hat sie die Suche ja schon gesteuert. Aber dafür ist sie ja auch die Expertin... „Das macht richtig Spaß“, findet unser Paar unisono, auch noch auf dem Weg nach draußen, am Schaufenster vorbei. Und stockt plötzlich. „Oh, was ist denn das für einer?“ Und schon ist die Suche entschieden: Man kommt später nochmal wieder. Es sind ja schließlich Ringe fürs Leben...

 

Goldschmiedemeisterin Eva-Maria Maas (r.) hat sich für das MZTraumpaar viel Zeit genommen und gibt wertvolle Tipps. Unterschrift üben! Die Namen sollen eingraviert werden.

 

 

Edles Ambiente, exclusive Ringe: Bei LU-Manufaktur gibt es keinen Schmuck „von der Stange“.

Text und Fotos: Marc Geschonke


 >> Sehen Sie hier, was unsere Sponsoren auch noch für Piroschka und Oliver bereithalten...

 

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